Wer mit seinem Unternehmen erfolgreich sein möchte, braucht gutes Personal. Doch wie können Arbeitgeber angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels qualifizierte Mitarbeiter für sich gewinnen und langfristig halten? Immer häufiger fällt in diesem Zusammenhang der Begriff Corporate Social Responsibility, kurz CSR.

Flexible Arbeitszeiten, eine ausgeglichene Work-Life-Balance oder sichere Arbeitsplätze: Hochqualifizierte Arbeitnehmer erwarten im Zeitalter von New Work mehr von ihrem Job als nur ein gutes Gehalt. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Eco-Verbandes für Internetwirtschaft unter mehr als 1.100 Studenten und Absolventen zu ihren Arbeitgeber-Auswahlkriterien. Auch Dr. Sven Laumer, wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bamberg, bestätigt: „Wenn Bewerber CSR-Themen für sich als relevant erachten und diese bei ihrem potentiellen Arbeitgeber gegeben sind, entscheidet dies über die Attraktivität des Unternehmens“. Doch wie werden CSR-Gedanken erfolgreich in das Employer Branding implementiert, um qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen?

CSR muss Teil einer wirklichen Employer Branding-Strategie sein

Bewerber, die viel Wert auf CSR-Themen legen, achten sehr genau darauf, wie und in welchem Maße sich Unternehmen für ihre Mitarbeiter engagieren. Über verschiedenste Kommunikationskanäle wollen sich Unternehmen daher in ein möglichst positives Licht rücken. Konnten Mitarbeiter gewonnen werden, muss anschließend das interne Employer Branding halten, was zuvor auf externer Seite kommuniziert wurde. „Unsere empirischen Studien zeigen, dass Mitarbeiter Unternehmen umso schneller verlassen, wenn Versprechungen nicht eingehalten werden“, erläutert Laumer. Glaubwürdige CSR, integriert in eine konsistente Strategie, spielt daher eine wesentliche Rolle für das Employer Branding.

Social Media wird in der Zielgruppenansprache immer bedeutender

Das Employer Branding arbeitet in der Zielgruppenansprache idealerweise sehr spezifisch. Jedoch kann nicht jeder Kandidat über soziale Medien wie Facebook oder Twitter erreicht werden, da das Mediennutzungsverhalten von Zielgruppen sehr unterschiedlich ist. Unternehmen suchen jedoch immer häufiger Kandidaten, die gute Kenntnisse im Online-Bereich besitzen. Daher spielt Social Media gerade hier eine immer größere Rolle im Employer Branding. „Hierbei handelt es sich um einen Kanal, der stetig wächst, wenn es darum geht, Anstellungen zu generieren“, stellt Laumer fest. „Vor allem im Bereich CSR existieren immer größere Zielgruppen, die sich mit sozialen Medien auseinandersetzen“. Auch der Faktor Glaubwürdigkeit kann durch den Einsatz von Social Media erhöht werden: Wenn eigene Mitarbeiter beispielsweise durch Online-Bewertungsplattformen selbst aktiv am externen Employer Branding mitwirken, ist die Kommunikation authentischer.

Aktuell legen Unternehmen noch weniger Scherpunkt auf CSR-Themen

Auch wenn viele Kandidaten dem Thema Corporate Social Responsibility bereits heute große Bedeutung beimessen, setzten Unternehmen momentan in anderen Bereichen ihre Schwerpunkte. „Je relevanter das Thema CSR jedoch für die Zielgruppen eines Unternehmens wird, umso eher könnte sich das Ganze in Zukunft ändern und entsprechende Aspekte stärker in der Kommunikation aufgegriffen werden“, schätzt Laumer. Wenn Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter für sich gewinnen und langfristig halten wollen, sollten Unternehmen also ganzheitliche CSR-Strategien entwickeln, die jeweils zielgruppenspezifisch und glaubwürdig nach innen und außen wirken.

Der 2. Deutsche CSR Kommunikationskongress

Um das Thema Employer Branding wird es auch auf dem 2. Deutschen CSR Kommunikationskongress in Osnabrück am Freitag, 10. November, um 16:15 Uhr gehen. Dr. Sven Laumer wird Gast des gleichnamigen Workshops sein. Interessierte werden gebeten, sich vorab auf der Internetseite des CSR-Kommunikationskongresses anzumelden.

Text: Lina Willenbrock

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