Zwei Tage spannende Workshops, anregende Diskussionen, neue Kontakte und Erfahrungsaustausch – der zweite CSR-Kommunikationskongress am 9. und 10. November in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Osnabrück war ein voller Erfolg. Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema CSR-Kommunikation brachte den Besuchern neue Erkenntnisse und regte zum Nachdenken an. Veranstalter waren die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) und das Deutsche Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE).

Gemeinsames Ziel

Die 15 Workshops behandelten CSR-Themen mit Bezug auf Politik, interne Kommunikation, Pressearbeit, Social Media und Storytelling, die mit vielen Praxisbeispielen veranschaulicht wurden. Die rund 270 Teilnehmer aus der Kommunikationsbrache brachten sich aktiv in die Diskussionen ein und stellten Fragen. „Von und miteinander lernen“, mit dem gemeinsamen Ziel in der CSR-Kommunikation besser zu werden, war das Motto bei der Tagung.

Mensch als Mittel oder Zweck?

Im Friedenssaal der Stadt Osnabrück hielt Götz Werner, Gründer der Drogeriemarktkette dm, die Keynote. Er betonte, wie wichtig Wertschätzung ist und wie entscheidend die Frage, ob der Mensch als Mittel oder Zweck gesehen wird, bei allem was wir tun: „Menschen sind ergebnisoffene Entwicklungswesen. Der Ausgang ist ungewiss, aber jede Biografie trägt zum großen Ganzen bei. Nachhaltigkeit und Verantwortung beginnen daher in uns und in jedem von uns.“

Auf Geschichten und Emotionen kommt es an

Wie wichtig es sei, Stakeholder in die CSR-Kommunikation einzubeziehen, betonte fast jeder der Referenten. So auch Daniela Blaschke von VW: „Stakeholder müssen sichtbar sein und dürfen inhaltlich nicht mit dem Unternehmen gleichgesetzt werden. Together – mit den Stakeholdern über Nachhaltigkeit zu sprechen, ist wichtig.“ Dabei sind Transparenz und Ehrlichkeit wichtig, um glaubwürdig zu sein. „Jedem passieren Fehler, denn niemand ist perfekt. Es kommt darauf an, aus diesen Fehlern zu lernen, sie zu kommunizieren und nahbar zu sein“, erläuterte Norman Elmers von Polarstern GmbH die Erfolgsfaktoren der CSR-Kommunikation.

Um Stakeholder zu erreichen, müssen authentische Geschichten erzählt und es müsse mit Emotionen gearbeitet werden. Die Referenten waren sich beim Kongress einig, dass dabei auch der Entertainmentfaktor wichtig ist.

CSR-Kommunikation muss pfiffig und sexy sein

Nachhaltigkeitskommunikation soll Orientierung und eine Handlungsanleitung geben. Damit die Zielgruppen erreicht werden, gilt es das oft abschreckende Thema Nachhaltigkeit attraktiv zu machen. Kurz und knackig muss die Kommunikation sein, pfiffig und sexy. Oft macht es schon den Unterschied, wenn das Wort Nachhaltigkeit in der Headline durch ein Synonym ersetzt wird, um die Leser nicht abzuschrecken.

Ausführliches Nachhaltigkeitsreporting bleibt dennoch wichtig, auch wenn nicht jeder gern Berichte liest: „Das Grundgesetz liest auch keiner und trotzdem hat es Gültigkeit“, betonte Peter Seele, Professor an der Universität Lugano in der Schweiz.

Nachhaltigkeitskommunikation – ein stetiger Prozess

Auch in Zukunft wird das Thema CSR-Kommunikation auf der Agenda vieler Unternehmen stehen. Die ersten Schritte in die richtige Richtung sind gemacht, jedoch muss noch viel getan werden, bis Nachhaltigkeit in allen Unternehmen verankert ist. Denn „Nachhaltigkeitskommunikation ist wie das Zusammensetzen eines Puzzles, das nie fertig wird“, wie Thorsten Rolfes, Head of Corporate Communications C&A Europe, sagt.

Die Organisationleitung des Kongresses trägt Riccardo Wagner, Head of Marketing & PR beim Fintech Unternehmen moneymeets GmbH und Inhaber der Kommunikationsberatung Better Relations, gemeinsam mit Nicole Susann Roschker, Communication & Sustainability Consultant. Beide sind Leiter des Arbeitskreises CSR-Kommunikation (DPRG/DNWE).

„Das große Interesse am Kongress zeigt einerseits, dass die Kommunikation von Verantwortung und Nachhaltigkeit weiter an Bedeutung gewinnt und andererseits, dass der Kongress sich inzwischen zu einem zentralen Anlaufpunkt für Experten aus Unternehmenskommunikation, Marketing und CSR-Management und entwickelt hat. Beides freut uns als Arbeitskreis CSR-Kommunikation sehr", äußerte sich Wagner nach dem Kongress.

Unterstützt wurde der Kongress von 17 Studierenden des Bachelor-Studiengangs Kommunikationsmanagement der Hochschule Osnabrück, die die strategische Onlinekommunikation vor und während des Kongresses übernahmen. Die Studierenden twitterten die Kernaussagen aus den Vorträgen und übertrugen verschieden Workshops via Livestream auf Facebook.

Mehr über den Kongress gibt es online auf Facebook und Twitter.

Über die Autorin: Alina Frank (Foto) studiert Kommunikationsmanagement an der Hochschule Osnabrück. Im Rahmen des Seminars Presse- und Medienarbeit gehört sie zu den Studierenden, die die Onlinekommunikation des CSR-Kongresses unterstützt haben.

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