Prof. Dr. Riccardo Wagner ist Head of Media School am Campus Stuttgart der Hochschule Macromedia und lehrt dort Digitale Markenführung und Kommunikation. Er ist Teil der Organisationsteams des Kongresses und moderiert die Workshops "Der GemeinwohlAtlas Deutschland – eine Fundgrube für die CSR-Kommunikation?!" und "CSR-Kommunikation und Influencer-Marketing"

Sie leiten den gemeinsamen Arbeitskreis „CSR-Kommunikation“ von DNWE und DPRG. Wo liegen die besonderen Herausforderungen für den Arbeitskreis?

Eine wesentliche inhaltliche Herausforderung liegt darin, dass Nachhaltigkeits- und Verantwortungsthemen im Management, aber auch in der Kommunikation eng verflochten und in jede Unternehmensaktivität nach innen und außen eingebunden sind. Es lässt sich mitunter nur schwer abgrenzen und herausfiltern, wo CSR-Kommunikation nun genau anfängt und wo sie aufhört. Dennoch ist es wichtig, dem Thema eine eigene Stimme sowie Podium und Netzwerk zu geben, wie wir es mit dem Arbeitskreis seit mehr als zehn Jahren tun. Wir wollen das Bewusstsein schaffen für die besonderen Herausforderungen, die mit Nachhaltigkeitskommunikation verbunden sind, und Know-how anbieten, damit umzugehen. CSR-Kommunikation berührt eine ganzen Reihe komplexer ökologischer, technischer, ökonomischer und sozio-kultureller Fragen, die eine besondere Sensibilität und Erfahrung benötigen. Nicht zuletzt deshalb, weil inzwischen allen Unternehmen klar geworden ist, wie eng Nachhaltigkeit mit Reputation, Markenwahrnehmung und Vertrauen verbunden ist.

Die CSR-Konferenz geht in die dritte Runde. Mit welchen Erwartungen fahren Sie dieses Mal nach Osnabrück?

Da ich diesmal weniger aktiv in die Organisation eingebunden bin, kann ich mich schon jetzt ausschließlich freuen und erwarte wieder diese offene und kooperative Stimmung, die mich bisher bei dem Kongress so begeistert hat. Der Kongress war in den vorangegangenen Jahren ein echter Erfolg und wird es auch diesmal. Auf die Diskussionen über die vielen interessanten Themen bin ich gespannt freue ich mich auf das Netzwerken und das gemeinsame Lernen mit den vielen hochmotivierten und inspirierenden Gästen.

Sie moderieren den Workshop zum Nutzen des Public Value (Gemeinwohl) für die CSR-Kommunikation. Was reizt Sie an dem Thema?

Bevor man eine Lösung oder eine Strategie entwickelt, muss man erst einmal die richtigen Fragen stellen. Ich denke, dass wir die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, die vor uns liegen nicht lösen, wenn wir nicht auch substanzielle und auch grundsätzliche Fragen stellen. Der Public Value Ansatz tut genau das. Deshalb freue ich mich, wenn wir hier mit unserem tollen Experten tiefer eintauchen und herausarbeiten, welche kommunikativen Chancen hier liegen.

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