Birgit Höfler-Schwarz ist zuständig für die Nachhaltigkeitskommunikation bei McDonald’s Deutschland.

Auf dem 3. Deutschen CSR-Kommunikationskongress ist sie zu Gast im Workshop "Generations X, Y, Z in der CSR-Kommunikation".

Die Produkte Ihres Hauses finden stärker bei jungen als bei älteren Menschen Anklang. Was bedeutet das für Ihre Nachhaltigkeitskommunikation? Spielt die Ansprache junger Zielgruppen eine besondere Rolle?

In der Tat machen Teens und Twens den Großteil unserer Gäste aus und erfordern eine andere Art der Kommunikation als ältere Menschen, Stichwort soziale Medien. Wir haben vor 8 Jahren unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht herausgegeben und über die Jahre einiges dazulernen können, wie das Thema Nachhaltigkeit für Gäste gleichermaßen verständlich wie auch ansprechend vermittelt werden kann. Und eines stellten wir sehr schnell fest: Ein Nachhaltigkeitsbericht im klassischen Stil ist hier nicht das Mittel der Wahl.

Fridays for future ist in aller Munde. Auch in Ihrem Haus und mit welchen Botschaften?

Es ist bemerkens- und bewundernswert, wie sich die angeblich so spaß- und medienorientierte Jugend plötzlich vehement für den Klimaschutz einsetzt und die Politik damit tatsächlich in Bewegung versetzt. Für uns steht Klimaschutz schon länger auf der Agenda, weshalb wir letztes Jahr globale Klimaschutzziele ausgerufen haben. Gerade in Deutschland konnten wir bereits seit den 90er Jahren unterschiedlichste Maßnahmen zur Verminderung des CO2-Ausstoßes umsetzen, ob durch die Einführung von Energiemanagementsystemen in den Restaurants oder die Nutzung von 100% Ökostrom seit mittlerweile 5 Jahren.

Sie haben Verbraucher direkt über ihre Nachhaltigkeitsperfomance mit einer Broschüre informiert, die in den Filialen auslag. Wie wurde dieses Informationsangebot genutzt?

Wir bringen seit mehreren Jahren unseren Nachhaltigkeitsbericht in einer kompakten, übersichtlichen Form in unsere Restaurants und versuchen, ihn sowohl inhaltlich als auch optisch an die Bedürfnisse unserer Gäste anzupassen. Vom Bericht 2017 wurden insgesamt über 200.000 Stück in den Restaurants verteilt. Wichtig ist hier die Einbindung des Berichts in eine Kommunikationskampagne, die von den sozialen Medien bis hin zu einer Aktivierung vor Ort in den Restaurants erstreckt.

Veranstalter

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